Volkswirtschaftliche Bedeutung

    Die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Branche steht außer Frage. Die amtliche Statistik weist für 2012, das aktuellste Berichtsjahr, 15.185 FEUs mit in Summe über 1,9 Millionen Beschäftigten aus (Link). Die Entwicklung im Zeitablauf zeigt dabei ein stetiges Wachstum auf, sowohl in absoluter Anzahl – mit einem Wachstum zwischen 1999 und 2011 um rund 31 Prozent – als auch in Wirtschaftsleistung. Nutzt man hierzu als simple Indikation die branchenweiten Umsatzerlöse, so zeigt sich, dass diese im selben Zeitraum um 36 Prozent anstiegen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs hingegen im selben Zeitraum nur um 31 Prozent.

    Öffentliche und Nonprofit-Unternehmen erfüllen ihren Zweck außerhalb des Kerns aber in der Einflusssphäre der öffentlichen Hand. Die möglichen Gründe einer derart ausgegliederten Leistungserbringung sind vielfältig, wie zum Beispiel die (vermeintliche) Steigerung der Kosten- und Produktionseffizienz, der Zuwachs an Flexibilität in der Steuerung oder die Vermeidung öffentlich-rechtlicher Tarifstrukturen. Hinsichtlich ihrer Trägerschaft existieren öffentliche Unternehmen auf allen Staatsebenen, das heißt, unter Beteiligung des Bundes, der Länder oder von Kommunen. Letztere machen dabei nach Anzahl ungefähr 90 Prozent aller öffentlichen Unternehmen aus. Dies darf allerdings nicht über die Verteilung der Wertschöpfung hinwegtäuschen, denn gerade auf Bundesebene existieren sehr große, teilweise international tätige öffentliche Unternehmen wie zum Beispiel die Deutsche Bahn AG, während kommunale FEUs eher kleinteiliger und regional tätig sind.

    Auch die Branchen, in denen öffentliche Unternehmen tätig sind, und der Leistungskatalog, der ihnen durch die öffentlichen Träger beziehungsweise Gesellschafter übertragen wird, sind mannigfaltig. Die amtliche Statistik unterscheidet 93 verschiedene Branchenzugehörigkeiten von FEUs. Unter Nichtberücksichtigung der Verzerrung durch die Bundesbetriebe erweisen sich dabei die Branchen der Ver- beziehungsweise Entsorgung von Energie, Wasser und Abfall, des Verkehrs und Transports sowie Einrichtungen des Grundstücks- und Wohnungswesens und des Gesundheitswesens als besonders bedeutsam. Im Jahr 2013 vereinigten diese Branchen 55 Prozent aller öffentlichen Unternehmen und 78 Prozent aller Umsatzerlöse auf sich.